Kritisches zu

 - Kapseln

 - Kaffeepads

Kritisches zu Espressokapseln

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. [Mahatma Gandhi]

Espresso für mehr als 40 Euro pro Kilo?

Seltsamerweise haben es die Hersteller von Kaffeepads und besonders von Espresso-Kapseln geschafft, die sonst oft so sparsamen Deutschen gehörig hinters Licht zu führen und ihnen ganz unverhohlen sehr viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Natürlich - es scheint so etwas wie ein Naturgesetz zu sein, dass alles, was im Fernsehen ausgiebig beworben wird auch eine breite Käuferschicht findet ...
Aber mal ehrlich, so ein ganz kleines bisschen Nachrechnen sollte doch nicht soooo schwierig sein: Aus einem Kilo Kaffee (1000g) erhält man bei einer Menge von 6-7g pro Tasse zwischen 143 und 166 Tassen Espresso. Die führenden Hersteller von Espressokapseln verlangen zwischen 0,31 und 0,38 Euro pro Portion und Tasse.
Es ergibt sich daher folgender Kilopreis, ausgehend von 150 Tassen/kg zwischen irrsinnigen 46,50 und 57,00 Euro.
Das sind Preise für wahre Feinschmeckerkaffees oder absolut hochwertigen Espresso:
- New York Espresso (Testsieger in 'Der Feinschmecker') unter 30,00 Euro
- Giamaica (Spezialitätenrösterei aus Verona) bis 30,00 Euro
- Jolly (ebenfalls häufiger Testsieger) deutlich unter 30,00 Euro.

Aber damit nicht genug ...

Die meisten Kapseln bestehen aus Aluminium (Schmelzpunkt ...). Selbst noch einmal verpackt in ein schönes Display aus bedrucktem Karton ist es wirklich ein Irrsinn, was da im Mülleimer landet - ohne die geringste Chance auf Recycling.

So, spätestens jetzt haben 70% der Leser aufgehört, diesem Artikel Aufmerksamkeit zu schenken - denn nur etwa 30% interessieren sich noch für Umweltthemen.

Deshalb lieber weiter mit einigen Fakten:
Ganz so wie bei Druckerpatronen (die oft teurer als der Drucker beim Kauf sind) bestehen auch bei Kapselsystemen teilweise Patente, die es Mitbewerbern unmöglich machen, Konkurrenzprodukte anzubieten. Hat man sich also zu einer Kapselmaschine überreden lassen, ist man auf Gedeih und Verderb einem einzigen Lieferanten ausgeliefert. Gedeih steht für die freie konkurrenzlose Preisgestaltung, Verderb dagegen, wenn irgendwann die Produktion der Kapseln eingestellt wird (obwohl es dazu in nächster Zeit wohl nicht kommen wird - zu viele Kühe wollen gemolken werden).